<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Podcasting for Learning &#187; AGPodcasting</title>
	<atom:link href="http://andreasauwaerter.de/blogline/tag/agpodcasting/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://andreasauwaerter.de/blogline</link>
	<description>Podcasting unter der pädagogischen Lupe</description>
	<lastBuildDate>Wed, 06 Aug 2014 08:37:47 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=4.2.39</generator>
	<item>
		<title>Gedanken über das Live-Webcasting und die BiD &#8211; Episode 101 mit @mindlounge</title>
		<link>http://andreasauwaerter.de/blogline/2011/01/28/gedanken-uber-das-live-webcasting-und-die-bid-episode-101-mit-mindlounge/</link>
		<comments>http://andreasauwaerter.de/blogline/2011/01/28/gedanken-uber-das-live-webcasting-und-die-bid-episode-101-mit-mindlounge/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 21:59:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[- Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[- Möglichkeiten und Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[- WebRadio für alle?]]></category>
		<category><![CDATA[- Wie geht Podcasting?]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsgruppe Podcasting an der Uni Koblenz]]></category>
		<category><![CDATA[Reine Nervensache]]></category>
		<category><![CDATA[AGPodcasting]]></category>
		<category><![CDATA[Podcasting]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Thema Lebenswerke]]></category>
		<category><![CDATA[Webcasting]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://andreasauwaerter.de/blogline/?p=1665</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ja, es ist schon wieder drei Tage her und ich bin inzwischen wieder aus Kaiserlautern wohl behalten in Koblenz angekommen. Auf der Rückfahrt hatte ich die Zeit über schön Gelegenheit, die Woche Revue passieren zu lassen und kurzerhand beschlossen dieses Post zu schreiben. </p> <p>Die Woche war durchaus mit Highlights durchsetzt &#8211; aber zwei [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, es ist schon wieder drei Tage her und ich bin inzwischen wieder aus Kaiserlautern wohl behalten in Koblenz angekommen. Auf der Rückfahrt hatte ich die Zeit über schön Gelegenheit, die Woche Revue passieren zu lassen und kurzerhand beschlossen dieses Post zu schreiben. </p>
<p>Die Woche war durchaus mit Highlights durchsetzt &#8211; aber zwei möchte ich hervorheben. Das Eine war das endlich mal wieder live-Webcasten. Noch fühle ich mich in der Beherrschung der Technologie nicht sicher genug. Zeit zum Testen war im Vorfeld immer nur sehr sporadisch, aber ein paar Gute Quellen haben inzwischen den Weg zu Diigo gefunden. </p>
<p>Was ich im Blog einmal schildern wollte war weniger die technische Seite dieses Webcasts, sondern die inhaltlich-organisatorische. Quasi als ein verbales Making of. </p>
<p>Manch eine Idee entfaltet sich an einem Buzzword. Hier war es das, was gemein unter <a href="http://userpages.uni-koblenz.de/~bid/bidcast/index.php?id=171">Lebenswerk</a> verstanden werden kann. Ich kann nicht mehr genau, wann ich das Gefühl hatte über dieses Wort einmal ein Interview zu führen. Aus den Unterlagen geht hervor, dass ich sie zumindest ein zweites Semester der AG Podcasting als Tagesordnungspunkt in die Semesterplanung notiert hatte. Ich glaube auch seit mindestens einem halben Jahr, wenn nicht sogar länger, wusste ich ziemlich genau, dass ich dieses Interview mit <a href="http://blog.mindlounge.de" class="broken_link">Alexander</a> aka <a href="http://blog.mindlounge.de/?p=2130" class="broken_link">@mindlounge</a> führen wollte. Warum? Weil mir mein Bauchgefühl sagte, dass es durch ihn das Interview im richtigen Ton gibt. Danke Alexander, dass Du auch gebloggt hast, wie es <a href="http://blog.mindlounge.de/?p=2130" class="broken_link">Dir im Interview ergangen ist</a>. </p>
<p>Manchmal hat man in der Ausgestaltung der Episoden konkrete Addressaten vor Augen. Und hier waren es in meinem Fall die vielen Menschen, die netzwärtig mit Engagement unterwegs sind, für das normale Arbeitszeiten kaum ausreichen würde &#8211; und (mit-)teilen ohne gleich eine Zweckabsicht zu verbinden. Auch verbunden mit Gedanken, wie man zum Beispiel Schule neu erfinden könnte, neue Ansätze im Nutzen von Social Media in Bildungskontexten zu ersinnen etc. Ich nenne keine Beispiele, weil ich zu viele kenne. Aber es dürfen sich alle angesprochen fühlen. Nun, Lebenswerke erschien mir deswegen so spannend, weil es im quasi Kontrast zur medialen Vermittlung von Glimmer, Glitzer und Gala stehen kann.  </p>
<p>Mit dieser zugegeben noch schwammigen Vorstellung vom Thema ging es also in die Vorbereitung. Diese war geprägt davon immer wieder einmal die Thematik mit jemandem Auszutauschen. Das tat insofern richtig gut, alsdass hierdurch Konturen immer schärfer wurden &#8211; der rote Faden immer mehr ausbildete. Dann war ich soweit: Ich konnte ziemlich exakt einen möglichen Gesprächsverlauf antizipieren &#8211; bzw. das Gespräch hatte für mich eine Richtung, die ich guten Gewissens wählen konnte. </p>
<p>Sodann war es auch Zeit die organisatorischen Vorbereitungen zu treffen. Seit dem Educamp in Aachen hatte ich &#8222;irgendwas&#8220; an meinen Nicecast-Einstellungen verändert. Aber ich wusste nicht mehr was und warum mir der Server den Zugriff verweigerte. Durch Zufall kam ich (im Dialog mit Xenim) auf die Lösung  &#8211; ohne aber exakt zu wissen, was nun wirklich der Grund war. Ich werde es versuchen noch einmal zu rekapitulieren. </p>
<p>Die nächste Herausforderung lag in der Anbindung von Nicecast und Skype. Es herrschen unzählige Anleitungen im Netz. Doch die Qualitäten und Funktionsvielfalt sind durchaus unterschiedlich. Hier suche ich noch nach einem besseren sichereren Weg. (Ideen gerne willkommen &#8211; wie macht Ihr das?) </p>
<p>Parallel zu technischen Fragestellungen kam die für mich wesentlichen inhaltlichen Schritte. Ein Google-Doc stellte &#8222;meinen Roten Faden&#8220; allen in der AG Podcasting in Prosa zur Verfügung. Auf dem Weg war auch schnell durch das Teilen des Dokumentes thematischer Konsens mit dem Interviewpartner hergestellt. Alexander wusste also, was ihn so ungefähr erwarten könnte, ohne, dass der Gesprächsverlauf festgelegt war. Diese Offenheit und das Treiben lassen im Dialog war mich wichtig. </p>
<p>Ziemlich zeitnah zur Live Sendung war dann auch ein Ablaufplan für die AG inkl. der Verteilung mehrerer Aufgabenangebote vorgesehen. Zu diesen zählte die Chatbetreuung aber noch viel wichtiger: Quality-Check. Da man sich selbst im Endprodukt kaum wahrnehmen kann (und was einen aus Gründen der Zeitverzögerung des Streams auch in den Wahnsinn treiben könnte) hat es sich als sinnvoll herausgestellt, denn Chatbetreuung und Quality-Check von einem seperaten Raum aus geschehen und bei Bedarf schnell Rückmeldung geben. Außerdem war es hervorragend, dass der Ton durch Jan abgemischt wurde. Hier steht eine Neuanschaffung an, denn der Arme hat vom Dialog immer nur das mitbekommen, was ich beigetragen hatte. In diesem Sinne werden wir bald einen Kopfhörerverstärker bestellen. </p>
<p>So &#8211; nun noch zu dem, was ich mir in die Hausaufgaben notiert habe:<br />
Fangen wir ganz hinten an:
</ul>
<li>Die nächste Livesendung wird nicht mehr so aprupt enden. (Es sei denn technisch bedingt) . Beim &#8222;hinterher&#8220; Anhören und Schneiden des Podcasts kam mir das vor als hätte ich noch einen dringenden Lokaltermin.
<ul>Das war gar nicht intendiert und kam irgendwie sehr seltsam rüber. Aus der Perspektive, dass man mit jemandem 50 Minuten (Ja, so lange wurde die Episode) das Ohr geteilt hat, der dem Livestream folgte &#8230; . Vorschläge bitte, was sagt man so zum Schluss? </li>
<li>Der Beginn der Livesendung brachte noch einen zusätzlichen Kick: Ich konnte meinen Gespröchspartner nicht hören. Er aber mich und er war auch im Stream zu vernehmen. Sehr seltsamer Adrenalinstoß. Gelöst durch das Häkchen in Nicecast unter der Funktion &#8222;Monitor Output&#8220; </li>
<li>Die vielleicht interessanteste Schlussfolgerung: Wenn man möchte, dass der Chat benutzt wird, sollte man zu Beginn der Sendung darauf hinweisen, dass es ihn gibt und dass man sich wünscht, dass er benutzt wird. Ja, wir hatten diesmal ZuhörerInnen. Das haben die Logfiles gezeigt. Aber die Chatteilnahme, vielleicht der Grund, überhaupt Live zu senden, es sei denn man sei scharf auf den Live-Thrill (;-) ) ergibt sich wohl  nicht automatisch und unaufgefordert. Vielleicht waren aber auch einfach zu wenige Fragen offen -oder die Stimmung war eher nach Zuhören als Mitmachen. Aber das ist ja dann auch ok. </li>
<p>Das war das, was ich mir für das nächste mal beim Live-Streamen vorgenommen habe.</p>
<p>Zu einem anderen Thema, denn ich hatte ja zwei Highlights angekündigt. Nun, fleissige und technisch begabte Menschen in unserem IWM haben uns einen neuen Bidoku-Server auf der Basis von <a href="http://www.atlassian.com">Cofluence</a>  installiert und auf einer VM bereitgestellt. Damit ist der kleinste Rechenknecht (MacMini) entlastet und kann hoffentlich bald anderen Aufgaben gewidmet, resp. sich auf diese konzentrieren.<br />
Hierdurch kam bei mir eine solche Freude auf, dass ich die halbe Nacht damit verbracht habe über ein angepasstes Service und Support-Konzept auf dem Wiki-System nachzudenken. Einerseits soll es smart sein, skalierbar und leicht nachzuvollziehen &#8211; andererseits flexibel und viele Interessen der Studierenden abdecken, Vertiefungsmöglichkeiten bieten, Verknüpfungen bereithalten etc. </p>
<p>Noch bin ich nicht ganz fertig! Bei mir entstehen gerade Design und Funktionalitäten gemeinsam. Aber ich bin mir sicher, ich werde das bald fertig haben. <img src="http://andreasauwaerter.de/blogline/wp-includes/images/smilies/simple-smile.png" alt=":-)" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> </p>
<p>Soweit für heute. So ist es wohl: Lang nicht mehr geblggt und dann gleich so viel <img src="http://andreasauwaerter.de/blogline/wp-includes/images/smilies/simple-smile.png" alt=":-)" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />   </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://andreasauwaerter.de/blogline/2011/01/28/gedanken-uber-das-live-webcasting-und-die-bid-episode-101-mit-mindlounge/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Thema Interview: Noch ein kleiner Blick hinter die Kulissen.</title>
		<link>http://andreasauwaerter.de/blogline/2010/06/23/thema-interview-noch-ein-kleiner-blick-hinter-die-kulissen/</link>
		<comments>http://andreasauwaerter.de/blogline/2010/06/23/thema-interview-noch-ein-kleiner-blick-hinter-die-kulissen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 13:13:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[- Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsgruppe Podcasting an der Uni Koblenz]]></category>
		<category><![CDATA[Podcasting]]></category>
		<category><![CDATA[AGPodcasting]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Podcasting4learning]]></category>
		<category><![CDATA[Podcasting_in_Academics]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://userpages.uni-koblenz.de/~dkauwaer/blogline/?p=1054</guid>
		<description><![CDATA[Das Interview als Methode zum wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn <p>Aus dem wissenschaftlichen Alltag sind sie ja als Methode des Erkenntnisgewinns nicht mehr wegzudenken: Interviews. Sie treten, geordnet nach Formen offen oder geschlossen auf, oder gestaffelt nach Intention zwischen Expertenmeinung und Biographie. Oder auch das Interviewsetting ist namensgebend: Einzelinterview, Gruppeninterview &#8230; .</p> <p>Allen gleich ist ein hoher Grad [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h3>Das Interview als Methode zum wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn</h3>
<p>Aus dem wissenschaftlichen Alltag sind sie ja als Methode des Erkenntnisgewinns nicht mehr wegzudenken: Interviews. Sie treten, geordnet nach Formen offen oder geschlossen auf, oder gestaffelt nach Intention zwischen Expertenmeinung und Biographie. Oder auch das Interviewsetting ist namensgebend: Einzelinterview, Gruppeninterview &#8230; .</p>
<p>Allen gleich ist ein hoher Grad an Vorbereitung in Konzentration auf den Kern, der mithilfe des gewählten methodischen Zugangs nach der Antwort strebt und die anschließende gewählte Methode der systematischen und nach wissenschaftlichen Maßstäben begründeten Auswertung des dann als Quellenmaterial dienenden Daten- oder Informationscorpus.</p>
<h3>Das Interview im Journalismus</h3>
<p>Im Unterschied zum wissenschaftlichen Interview, das dem forschenden Erkenntnisinteresse obliegt, streben journalistische Interviews  doch eher vermittelnden Charakter an. Ziel ist nicht die Erkenntnis an sich, sondern die vermittelnde Rolle zwischen Lesern/Hörern/Zuschauern und der damit verbundenen verbreiteten Information, die über den Interviewkontext hinaus nach außen getragen wird. Damit sind die Informationen absichtsvoll öffentlich zugänglich.</p>
<p>Beiden Interviewanlässen sowohl wissenschaftlich-erkenntnisorientierend als auch journalistisch gemein sind notwendige Schritte der Vorbereitung.  Unterschiedlich ist die abschließende Nachbereitung.</p>
<h3>Interviews bei der AG Podcasting</h3>
<p>Auch wenn wir als <a href="http://www.bildungimdialog.de/">AGPodcasting</a> für unseren Podcast: &#8222;<a href="http://userpages.uni-koblenz.de/~bid/bidcast/">Bildung im Dialog</a>&#8220; uns den Interviews als Methode der Information bedienen dürfte deutlich sein, diese gelten nicht primär in den Kontext wissenschaftlichen Erkenntnisinteresses. Gleichwohl hat das Sammeln von praktischen Erfahrungen im Umgang mit der Interviewsituation für mich einen hohen Stellenwert durchaus mit Blick auf die mögliche wissenschaftliche Praxis der Teilnehmenden.</p>
<p>Aus einer so begründeten pragmatischen Perspektive ist dieser Eintrag im Blog motiviert.</p>
<h4>Nennen wir es Interviewanlass</h4>
<p>Interviews in unserer AG &#8211; das ist einer unserer Ansprüche &#8211; sollen den Hörern und den vermuteten Interessen, aber auch den Interviewpartnern gerecht werden. Mit Blick auf unsere praktischen Interview-Erfahrungen war es bislang immer dienlich, dass wir uns den Anlass des Interviews ausformuliert vor Augen hielten. Wenn, eingekleidet in einen Themenschwerpunkt, der Anlass in einer erwarteten Sachexpertise begründet lag, prägt ein solches Interview andere Merkmale, als vergleichsweise Anlässe, die personenbezogen-biographisch, institutionsbezogen-organisatorisch oder prozessbezogen-subjektiv sind. Entsprechend unterscheidet sich auch die inhaltliche Vorbereitung eines solchen Interviews.</p>
<p>Es wird deutlich: der gewählte Anlass drückt mehr als nur die Erwartungshaltung aus. Er ist eine Vorbereitungshilfe für die nächsten Planungsschritte. So wird von ihm der Anteil der Impulse / Fragen gewählt, die beabsichtigen persönliche Haltungen, Fachinformationen oder Prozessdetails oder jeweilig deren Erwartungen von den Interviewpartnern zum Vorschein bringen sollen. Hieraus folgt dann die Formulierung des Ziels. Eine Frage, die wir als AG immer im Kern haben lautet: &#8222;Welche Informationen möchten wir aus welchem Kontext heraus (Thematischer Rahmen) zusammen mit dem Interview-Partner in Form eines Gespräches in Erfahrung bringen?&#8220; &#8211; Grundlegend hierbei ist das persönliche Interesse in der Sache durch die Mitglieder der AG-Podcasting <strong>und</strong> in Form von antizipiertem Interesse eben auch das von Hörerinnen und Hörern. Demnach rahmen zwei Fragen die Vorbereitung unserer Interviews</p>
<p>&#8222;Was interessiert Dich? Was möchtest durch den Experten zu erfahren?&#8220;</p>
<p>und</p>
<p>&#8222;Was schätzt Du ein,  was Hörerinnen und Hörer der Episode interessiert? Was soll stellvertretend durch unser Fragen zum Vorschein kommen?&#8220;</p>
<p><strong>Resümierende Gedanken zum Ablauf von unseren Interviews</strong></p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Ein Plan für ein Interview ist nur so lange gut, wie er von der Realität auch aufrecht gehalten werden kann.</p>
</blockquote>
<p>Ich persönlich halte es für ein Zeichen der Güte, wenn sich in einem Interview Eigendynamik entwickelt. Aus diesem Grund höre ich mir gerne Interviews mit dem Charakter eines Dialoges an. Dazu bedarf es neben offenen Fragen auch entsprechende Interview-Partner, die mit einer solchen offenen Gesprächsführung umzugehen wissen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Vorbereitung für Interviews weniger mühsam sei. Im Gegenteil &#8211; aus geschlossenen Fragen werden Impulse, die einerseits die deutliche Absicht des Interviewers erkennen lassen, andererseits genügend Räume in die Breite der Thematik und in die Tiefe der Sache geben, nicht ausschließlich Kopfnicken oder Kopfschütteln im Ergebnis zu bringen. Das bedeutet jedoch selbst: Sachkenntnis insofern, dass sich aus dem Gesprächsfluss Anknüpfungspunkte zur weiteren Tiefe oder thematischen Breite ergeben können, die sehr flexibel zu Wort gebracht werden müssen.</p>
<blockquote><p>Fragen dienen nur der Vorbereitung und der Ausformulierung des eigenen oder stellvertretenden Interesses.</p></blockquote>
<p>Prägendes Merkmal für ein Interview sind abstrakt betrachtet das Wechselspiel von Fragen und Antworten. Mein Votum ginge in die Richtung mehr allgemein eine fragende Haltung und  anstelle von einzelnen Fragen gute Gesprächs-Impulse zu setzen. Gerade bei unseren ersten Ansinnen wurden wir von folgendem Wortlaut überrascht: &#8222;Vielen Dank für Ihr Statement, als nächstes auf unserer Frageliste &#8230;.&#8220; (+++augenroll+++)  Abseits der versteckten Botschaft gegenüber dem Interviewpartner einen Fragenkatalog abzuarbeiten und demnach ihn zum Erfüllungsgehilfen der eigenen Antizipation werden zu lassen: Neben dem Freiraum zur Antwort gehört auch der Respekt für das Gesagte zum notwendigen Verhaltensrepertoire eines Dialogs. Dieser ließe sich beispielsweise durch Spiegelung oder Zusammenfassung des Verstandenen generieren. Andererseits könnte ein Kleben Festhalten am Fragenkatalog in gleicher Ebene, wie dem Ablesen eines Referates stehen &#8211; als Zeichen Ausdruck der gewohnten Mischung von Vorbereitung, Unsicherheit und mangelnder ÜbungPraxis.</p>
<p>An alle, die es einmal selbst versuchen wollen:</p>
<p>Meine persönliche Vorbereitung hat sich mittlerweile so entwickelt:</p>
<ul>
<li>Phase 1: Sachinterpretation &#8211; Formulierung und Begründung meiner / anderer Interessen am Thema in Antizipation der Expertise.</li>
<li>Phase 2: Schematische Einteilung in Einstiegsfrage &#8211; Anfangsteil (noch eher geführt) &#8211; Explorationsteil (Form eher mit offenen Impulsen) &#8211; Resümeeteil (Entweder zusammenfassender Redeanteil in der Absicht der Rückkopplung (Artikulation des Verstandenen) und/oder Vertiefung (Pointierung und Signalisierung persönlichen oder stellvertretenden Interesses).</li>
<li>Phase 3: Zuordnung der Sachmaterie zu den drei Phasen einer Gesamtlogik folgend: Beispiele: Vom Allgemeinen zum Spezifischen, vom Generellen zum Subjektiven, vom Abstrakten zum Persönlichen.</li>
<li>Phase 4: Ausformulierung der Fragen und stichwortartige Notation von Erwartungen</li>
<li>Phase 5: Übertrag von Fragen zu Themenpunkten des Gesprächs. Früher notierte ich die Punkte auf Karteikarten vorne, die ausformulierten Fragen hinten.</li>
<li>Phase 6: Noch abstraktere oder allgemeinere Ausformulierung des Themenspektrums in form von Absichten, die dann als Themenimpulse auch dem Interviewee zur Vorbereitung dienen kann, ohne, dass er den eigentlichen Fragekatalog zu Gesicht bekommt.</li>
<li>Phase 7: Üben des ersten Teils des Interview (Begrüßung etc. ), denn er fällt in die Phase, in der alle Beteiligten noch nervös sind. (Einer muss ja nicht nur plan, sondern auch Ruhe ausstrahlen und da ist es nur gut, wenn es der Fragesteller ist.)</li>
</ul>
<p>Ich glaube ein solches Vorgehen ist nicht ungewöhnlich und wer noch Tipps hierzu hat, der kann ja gerne noch ein paar beisteuern.</p>
<blockquote><p>Zwischen &#8222;Ich hab da das nun nicht verstanden&#8220; &#8211; &#8222;Ich habe jetzt ihren Faden verloren&#8220;</p></blockquote>
<p>Beide Äußerungen lagen auch mir schon einmal auf der Zunge. Bislang hoffe ich sie vermieden zu haben. Trotzdem ist es vielleicht sinnvoll offenen Auges in eine solche Situation hineinzugehen. In meinen Fällen der gefühlten Hilflosigkeit das Gespräch weiterzuführen war es zumeist so, dass mich entweder die Dichte der Auskunftsfreude (qualitativ) oder allein die Menge (quantitativ)  oder schlicht die unerwartete Richtung der Antwort unerwartet traf. Bevor die Trickkiste im Umgang zu solchen perplexen Situationen geöffnet wird, sei noch einmal an das oben gesagte erinnert: Zweck eines Interviews ist im Ag Fall die Sachexpertise. Zum professionellen Umgang mit Informationen aufgrund der Sachexpertise gehört neben Neugier auch grundlegend die Offenheit für Neues. Wäre alles allgemein bekannt, dann wäre ein Sach-Interview auch überflüssig und man hätte einen Redebeitrag verfassen können. Von daher stehen prinzipiell mehrere Handlungsalternativen zur Auswahl, die  jedoch eine grundlegende Prämise haben: Die Situation ist entstanden aus der Sache und nicht aufgrund von Unaufmerksamkeit oder gelegentlichem Nicht-Zuhören.</p>
<ul>
<li>Als Stellvertreter einer Zuhörerschaft erscheint es legitim, um ein Beispiel zu bitten.</li>
<li>Ist man Perplex, weil man eine Antwort in einer anderen Richtung vermutet (antizipiert) hätte kann es durchaus dienlich seine eigene Antzipation aus dem Kontext der Sache kurz zu skizzieren, um dann um eine Einordnung zu bitten. In meinen Erfahrungen wurde dieses Vorgehen besonders dankbar aufgenommen, da so nicht nur dem Interviewee dann die Richtung deutlicher wurde, sondern auch die Möglichkeit einer Präzisierung eröffnet wird.</li>
<li>Gezielte und kurze Rück- und Verständnisfragen, dem Argumentationsaufbau folgend bieten ebenso die Möglichkeit im Sinne des Publikums zur Klärung beizutragen.</li>
</ul>
<h3>Interviews und ihre Rahmenbedingungen</h3>
<p>Abschließend schildere ich noch etwas über unsere Rahmenbedingungen eines Interviews. Es bedarf ein wenig Übung einzuschätzen, wie denn Interviewpartner mit einer Interviewsituation oder der technischen Konftontation (in ein Mikro reden zu müssen) umgehen. Dieses Augenmerk ist im Fokus der Vorbereitungsphase kurz zuvor. In der Regel beginnen wir das Interview mit einem Briefing. Hier wird über die Rechtssituation aufgeklärt (Recht am eigenen Wort etc.) und unserem Weg des Umgangs damit. Häufig bauen sich die ersten enstandenen Hemmungen ab, wenn der gesamte Kontext und Prozess deutlich wird.</p>
<ul>
<li>Jedem unserer Interviewees haben wir die Möglichkeit eingeräumt sein Interview vorab zu hören und freizugeben.</li>
<li>Jeder unserer Interviewees wurde bislang über Anliegen und Kontext des Interviewbeitrages in kenntnis gesetzt.</li>
<li>Jeder unserer Interviewees bekam insbesondere die Mikros und die Funktionsweise gezeigt und war Teil eines kleinen Soundchecks.</li>
<li>Jeder unserer Interviewees wurde bislang in seiner Anwesenheit anmoderiert und damit dem Podcast Publikum vorgestellt. Ziel dieser gewählten Strategie ist neben dem gelebten Wunsch einer Vertrauensbasis auch die explizit eingeräumte Möglichkeit der Intervention.</li>
</ul>
<p>Und nebenbei bemerkt: Kaffee, Wasser und Kekse sorgen nicht nur für einen netten Empfang und einen ersten Eindruck, sondern insbesondere ein Getränk wird häufig dankbar angenommen.</p>
<blockquote><p>&#8222;Ähhhm &#8211; vielen Dank für das Interview&#8220; &#8211; Gut vorbereitet für den Abschluss:</p></blockquote>
<p>Der Interviewee möchte sicherlich gefragt oder ungefragt wissen, wie mit der Aufzeichnung weiter verfahren wird, wann das Interview kommt und ob man denn zufrieden ist. Ich strebe eigentlich immer danach zuerst einen Interviewpartner als Erster zu fragen, wie er sich denn nach dem Interview fühlt, ob der Rahmen für ihn ok war und ihn über die nächsten Schritte aufzuklären. Dabei geht es keineswegs um das Abspulen von Standards, sondern um das gelebte Ansinnen einer Dialogpartnerschaft.</p>
<p>Und jetzt seid Ihr dran! Welche Ideen habt Ihr zum Thema Interviews und welche Praxis-Tipps würdet Ihr Euren Studierenden weitergeben?</p>
<p>Bis denne</p>
<p>Andreas</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://andreasauwaerter.de/blogline/2010/06/23/thema-interview-noch-ein-kleiner-blick-hinter-die-kulissen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&quot;Mit Kanonen auf Spatzen&quot; &#8211; Warum nicht? PM in der AGPodcasting einsetzen.</title>
		<link>http://andreasauwaerter.de/blogline/2009/05/22/mit-kanonen-auf-spatzen-warum-nicht-pm-in-der-agpodcasting-einsetzen/</link>
		<comments>http://andreasauwaerter.de/blogline/2009/05/22/mit-kanonen-auf-spatzen-warum-nicht-pm-in-der-agpodcasting-einsetzen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 May 2009 09:05:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[- Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsgruppe Podcasting an der Uni Koblenz]]></category>
		<category><![CDATA[Erwachsenenbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Podcasting]]></category>
		<category><![CDATA[AGPodcasting]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung im Dialog]]></category>
		<category><![CDATA[PM]]></category>
		<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessbegleitung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://userpages.uni-koblenz.de/~dkauwaer/blogline/?p=760</guid>
		<description><![CDATA[Projektmanagement<p class="wp-caption-text">Projektmenagement - abstrakte Darstellung gefunden via Flickr! ©© , thanx and tributes to perhapstoopink. </p> <p>Ab wann ist der richtige Zeitpunkt Hilfe anzunehmen? Einfache Antwort, wenn sich der Anlass und entsprechend auch die  Probleme dazu ergeben.</p> <p>Es kann sein, dass wir mit unseren Vorhaben jetzt vollkommen mit &#8222;Kanonen auf Spatzen …&#8220; schießen, doch [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a title="Project Management Plan von perhapstoopink bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/perhapstoopink/467087455/"><img title="Thanx to perhapstoopink" src="http://farm1.static.flickr.com/186/467087455_e90b880c92.jpg" alt="Project Management Plan" width="300" height="225" />Projektmanagement</a><p class="wp-caption-text">Projektmenagement - abstrakte Darstellung gefunden via Flickr! ©© , thanx and tributes to perhapstoopink. </p></div>
<p>Ab wann ist der richtige Zeitpunkt Hilfe anzunehmen? Einfache Antwort, wenn sich der Anlass und entsprechend auch die  Probleme dazu ergeben.</p>
<p>Es kann sein, dass wir mit unseren Vorhaben jetzt vollkommen mit &#8222;Kanonen auf Spatzen …&#8220; schießen, doch mir sind zunehmend folgende Dinge aufgefallen: Voll von Ideen steht die kleine Truppe immer wieder vor dem Problem, die Sachen auf den Punkt, bzw. die Idee in einen Plan umzusetzen. Und wenn ich ausdrücken möchte, voll von Ideen ist das für unsere 14 Sitzungen im Semester a 90 Minuten wirklich randvoll. An dieser Stelle soll einmal der Blick auf den <a title="Semesterplan als interaktive Mindmap!" href="http://www.novamind.com/connect/nm_documents/401">Plan zum Semesterstart</a> gelenkt werden. Wäre dort nicht das besondere Engangement und die Bereitschaft im Rahmen der Möglichkeiten nebenher auch noch etwas dran zu machen, hätten nur wenige Episoden wirklich bisher den Weg in den Kasten gefunden.  </p>
<p>Jetzt gibt es mehrere Beobachtungen, die hier parallel laufen.</p>
<ul>
<li>Einerseits ist es für diejenigen  immer wieder  frustrierend, wenn Vorschläge und Themenwünsche, die ja den Vorschlägen voraus gehen, immer wieder verschoben werden. Es ist nicht jedermanns Stil, sein Themenanliegen auch mit der gleichen Intensität durchzusetzen. </li>
<li>Andererseits, wenn wir uns ordentliche Episoden zu vielen Themen wünschen, folgt daraus zumindest phasenweise parallel zu arbeiten. Das birgt jedoch auch Probleme. </li>
<li>Die Teams bekommen von der Arbeit in den anderen Gruppen weniger mit. </li>
<li>Die Synergie und der Charme der Großgruppe mit ihrer Vielfalt der Ideen ist geschmälert.</li>
</ul>
<p>Noch ein zweiter Strang der Gedanken. In diesem <a title="Von der Idee zum Storyboard" href="http://userpages.uni-koblenz.de/~bid/bidblog/?p=274">Blogpost</a> wurde einmal angelehnt an den Entstehungsprozess eines Drehbuches ansatzweise versucht die Planungsstufen auf Podcast Episoden zu beziehen. Der Übergang von jeder Stufe zur nächsten hat seine eigenen Schwierigkeiten. Meiner Einschätzung nach liegt beim Podcasten für uns die Hauptcrux in der Transformation von der Idee zum Plan, in Form von einzelnen Schritten.</p>
<p>Beide Enden der Gedankenstränge nun einmal zusammengebunden: Dieses Semester werden einige Episoden, so lange es die AG wünscht, in parallelen Teams entstehen. Wenn die kürzlich erworbene PM-Anwendung einen Beitrag dazu leisten könnte zu mehr Transparenz der Prozesse innerhalb der Teams, dann ist es für uns schon eine richtige Arbeitserleichterung, gerade, wenn sich zwischen unseren Sitzungen so viel tun muss. Die Schritte in jedem Teilprojekt auf den Punkt gebracht, logisch und in ihrer Abfolge untereinander abgestimmt, und Abhängigkeiten nicht nur visualisiert, sondern auch in ihrer Konsequenz und im Verlauf des Entstehungs-Prozesses darstellen zu können, ist der zweite Wunsch, der hoffentlich mit dem Einsatz zum Ausdruck gebracht werden soll.</p>
<p>Wieviel man dabei auch für viele andere Bereiche lernen kann, welche Skills, Kompetenzen und Erfahrungen hierdurch ausgebildet werden kann ich gar nicht abschätzen. Aber vielleicht die geneigte Blogleserschaft. Also die Frage: Hat so etwas eine Relevanz für zukünftige Diplompädagogen? Könnt Ihr uns hierzu einige Beispiele nennen?  </p>
<p>In dem Sinn,  wir versuchen mal mit &#8222;Kanonen &#8211; auf Spatzen zu schießen&#8220;. Bewusst, doch sehenden Blickes. </p>
<p>Bis denne</p>
<p>Andreas</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://andreasauwaerter.de/blogline/2009/05/22/mit-kanonen-auf-spatzen-warum-nicht-pm-in-der-agpodcasting-einsetzen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
