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	<title>Kommentare zu: Gedanken zum Begriff: &quot;Virtuell&quot;</title>
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	<description>Podcasting unter der pädagogischen Lupe</description>
	<lastBuildDate>Fri, 15 May 2020 05:17:37 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Andreas</title>
		<link>http://andreasauwaerter.de/blogline/2007/02/20/gedanken-zum-begriff-virtuell/comment-page-1/#comment-139</link>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Feb 2007 12:57:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.uni-koblenz.de/~dkauwaer/blogline/?p=225#comment-139</guid>
		<description><![CDATA[Hallo Helge,

die Metapher mit der VC ist auch nicht schlecht. Auch ich kann den Moment teilen, dass man - in den Dialog vertieft - die Grenzen zwischen den Welten verschwimmen.

Aber zu Deiner Ausführung: &quot;Vor dem Spiegel stehend bin ich mir meiner völlig “unvirtuellen” Präsenz irgendwann bewußt, wenn ich feststelle, dass das Spiegelbild genau das zeigt, was ich tue.&quot; sagtest Du. Geht uns das in der Bezeichnung des Virtuellen nicht ähnlich? Für den Einen ist es superreal, weil für ihn zum Beispiel alltäglich verhaftet, für den Anderen mit Staunen versehen und der Fähigkeit darüber noch herzlich lachen zu können. Was übrigens das noch darüber lachen angeht: Das finde ich das eigentlich famose an dieser Parabel: Meine Beobachtung geht eben genau in die Richtung, wie eben die kleine Maus, die wahrscheinlich ahnt, dass da etwas ist, jedoch den Spiegel jedoch noch nicht verobjektivieren kann und will. Und an dieser Stelle ist für mich auch der Anknüpfungspunkt zwischen der Parabeerzählungl und der Realitas. Und weil ich ein solches Juchzen gerade Abend für Abend erlebe lag der Vergleich auch nahe.

Thanx for your 2 Cent! :-)
Andreas]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Helge,</p>
<p>die Metapher mit der VC ist auch nicht schlecht. Auch ich kann den Moment teilen, dass man &#8211; in den Dialog vertieft &#8211; die Grenzen zwischen den Welten verschwimmen.</p>
<p>Aber zu Deiner Ausführung: &#8222;Vor dem Spiegel stehend bin ich mir meiner völlig “unvirtuellen” Präsenz irgendwann bewußt, wenn ich feststelle, dass das Spiegelbild genau das zeigt, was ich tue.&#8220; sagtest Du. Geht uns das in der Bezeichnung des Virtuellen nicht ähnlich? Für den Einen ist es superreal, weil für ihn zum Beispiel alltäglich verhaftet, für den Anderen mit Staunen versehen und der Fähigkeit darüber noch herzlich lachen zu können. Was übrigens das noch darüber lachen angeht: Das finde ich das eigentlich famose an dieser Parabel: Meine Beobachtung geht eben genau in die Richtung, wie eben die kleine Maus, die wahrscheinlich ahnt, dass da etwas ist, jedoch den Spiegel jedoch noch nicht verobjektivieren kann und will. Und an dieser Stelle ist für mich auch der Anknüpfungspunkt zwischen der Parabeerzählungl und der Realitas. Und weil ich ein solches Juchzen gerade Abend für Abend erlebe lag der Vergleich auch nahe.</p>
<p>Thanx for your 2 Cent! <img src="http://andreasauwaerter.de/blogline/wp-includes/images/smilies/simple-smile.png" alt=":-)" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br />
Andreas</p>
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	<item>
		<title>Von: Helge Städtler</title>
		<link>http://andreasauwaerter.de/blogline/2007/02/20/gedanken-zum-begriff-virtuell/comment-page-1/#comment-138</link>
		<dc:creator><![CDATA[Helge Städtler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Feb 2007 11:43:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.uni-koblenz.de/~dkauwaer/blogline/?p=225#comment-138</guid>
		<description><![CDATA[Erstmal finde ich das Bild klasse! Mit so einer Begeisterung in den Spiegel zu schauen zu können ist doch ein echtes Geschenk. :-)

Zu dem Begriff des &quot;Virtuellen&quot; habe ich auch schon oft nachgedacht. Momentan denke ich sogar sehr intensiv im Rahmen meiner Dr.-Arbeit drüber nach. Ich denke, dass der Begriff viel mit der Präsenz bzw. Absenz von Dingen zu tun hat. Also, inwiefern ist etwas tatsächlich &quot;da&quot;, im Gegensatz zu der Situation in der eigentlich nur Idizien auf die nicht mehr unmittelbare sondern nur noch mittelbare Präsenz schließen lassen, ich also nur noch Repräsentationen vorfinde.

Fast so schön wie das Bild mit dem Spiegel finde ich jedesmal wieder Videokonferenzen, bei denen hat man irgendwie auch den Eindruck, es ist doch irgendwie eine Art Spiegel bloss noch ein wenig virtueller. Ich sehe Indizien für eine Präsenz am anderen Ende der Leitung, aber mehr auch nicht. Vor dem Spiegel stehend bin ich mir meiner völlig &quot;unvirtuellen&quot; Präsenz irgendwann bewußt, wenn ich feststelle, dass das Spiegelbild genau das zeigt, was ich tue.

Von daher hat für mich Virtualität viel mit der unmittelbaren Präsenz von sich selbst und anderen zu tun. Man könnte es auch &quot;absolute Nähe&quot; nennen. Der Philosoph Husserl hat den Begriff &quot;absolute proximity&quot; auch geprägt für das &quot;bei sich sein&quot; bzw. die Selbstpräsenz.

Etwas, was nicht unmittelbar präsent ist, erscheint also auf eine Art entfernt bzw. in Absenz zu verweilen, oder eben auch virtuell.

Meine 2 philosophischen cent zum Thema,
Gruss, Helge]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Erstmal finde ich das Bild klasse! Mit so einer Begeisterung in den Spiegel zu schauen zu können ist doch ein echtes Geschenk. <img src="http://andreasauwaerter.de/blogline/wp-includes/images/smilies/simple-smile.png" alt=":-)" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Zu dem Begriff des &#8222;Virtuellen&#8220; habe ich auch schon oft nachgedacht. Momentan denke ich sogar sehr intensiv im Rahmen meiner Dr.-Arbeit drüber nach. Ich denke, dass der Begriff viel mit der Präsenz bzw. Absenz von Dingen zu tun hat. Also, inwiefern ist etwas tatsächlich &#8222;da&#8220;, im Gegensatz zu der Situation in der eigentlich nur Idizien auf die nicht mehr unmittelbare sondern nur noch mittelbare Präsenz schließen lassen, ich also nur noch Repräsentationen vorfinde.</p>
<p>Fast so schön wie das Bild mit dem Spiegel finde ich jedesmal wieder Videokonferenzen, bei denen hat man irgendwie auch den Eindruck, es ist doch irgendwie eine Art Spiegel bloss noch ein wenig virtueller. Ich sehe Indizien für eine Präsenz am anderen Ende der Leitung, aber mehr auch nicht. Vor dem Spiegel stehend bin ich mir meiner völlig &#8222;unvirtuellen&#8220; Präsenz irgendwann bewußt, wenn ich feststelle, dass das Spiegelbild genau das zeigt, was ich tue.</p>
<p>Von daher hat für mich Virtualität viel mit der unmittelbaren Präsenz von sich selbst und anderen zu tun. Man könnte es auch &#8222;absolute Nähe&#8220; nennen. Der Philosoph Husserl hat den Begriff &#8222;absolute proximity&#8220; auch geprägt für das &#8222;bei sich sein&#8220; bzw. die Selbstpräsenz.</p>
<p>Etwas, was nicht unmittelbar präsent ist, erscheint also auf eine Art entfernt bzw. in Absenz zu verweilen, oder eben auch virtuell.</p>
<p>Meine 2 philosophischen cent zum Thema,<br />
Gruss, Helge</p>
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